Es gibt gute Bandnamen und es gibt schlechte Bandnamen.
In Zeiten, in denen Bands noch von Menschen mit Mikrofon angesagt wurden, waren gute Bandnamen kurz. Es sollte ja immerhin sichergestellt werden, dass der Mensch mit Mikrofon beim Ansagen nicht ins Stocken gerät, sich einen Knoten in die Zunge redet oder die Kamera vollspuckt.

In Zeiten, in denen man Bandnamen in Suchmaschinen eingibt, gelten andere Kriterien. Wie gut sich ein Bandname googlen lässt, kann über Kleinbleiben oder Großwerden entscheiden. Wer zum Beispiel nach dem Internetauftritt der gerade aufstrebenden australischen Band „Jungle“ sucht, der muss sich buchstäblich erst einmal durch einen Dschungel von Websiten schlagen. Andere Musiker wollen es ihren Fans einfacher machen und entscheiden sich lieber für den Bandwurm. „Casiotone for the Painfully Alone“ oder “Ariel Pink’s Haunted Graffiti” führen zwar zu spektakulär kleinen Trefferzahlen in Suchmaschinen, aber solche Ungetüme muss man sich erstmal gemerkt und fehlerfrei eingetippt haben!

„Pale“ haben es wohl auch drauf angelegt. Sie befinden sich zwar noch am Rande der Googlebarkeit, aber wer sich dahin traut, findet ein kleines britisches Juwel, das sich schon sehr groß anhört, aber wohl immernoch gegen die Hypothek seines Namens anspielt. Ich bin gespannt!

(gz.Martin)
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One thought on “Pale – Fearing Faces

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