Viele werden seinen Namen noch nicht kennen, seine Stimme vielleicht schon. Das liegt daran, dass Sampha seine Stimme schon vielfach jungen britischen Künstlern geliehen hat, ohne sich selbst in den Vordergrund zu drängen. Das ist bescheiden und auch nicht ganz dumm. Die lästigen Interviews hat er nämlich Jessie Ware, Drake oder Katy B führen lassen.
Währenddessen konnte er still an seiner eigenen Musik feilen. Und mit diesem „still“ meine ich auch, dass er selbst nicht mehr braucht, als ein Klavier, um zu zeigen, was für ein hervorragender Singer&Songwriter er ist. Dass er sich in seiner Rolle als Supporting Act wohlfühlt, zeigt er in den Videos zu seinen Solostücken, wo er wieder nur als Schatten im Hintergrund agiert. Dieses mal ist es aber kein anderer, der im Vordergrund herumhüpft, sondern nur seine Stimme, die er Star sein lässt.
Was dabei herauskommt, scheint sehr persönlich und intim und ist gerade deshalb ein erfrischend ehrlicher Gegenentwurf zum oberflächlichen Fankult, den so manch anderer in den Tempeln des Internets um sein Gesicht betreibt.

(gz. Martin)

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